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Aktion gegen ungleiche Entlohnung

120323-110446-NIKON_D90-Scheinfeld-017_DxO7Um das gleiche Jahreseinkommen zu erreichen, wie ihre männlichen Kollegen, müssen Frauen rechnerisch ­ über drei Monate länger arbei­ten. Auf diesen Umstand machten Frauen beim jährlichen so genannten Equal-Pay-Day" - Aktionstag aufmerksam­. Zum Protest gegen die ungleiche Bezahlung zwischen Männern und Frauen ließen die Demonstranten rote Ballons in den Himmel steigen.

120323-110712-NIKON_D90-Scheinfeld-034_DxO7Das lag wohl in der Natur der Sache, etwa 95 Prozent der Demonstranten vor dem Scheinfelder Staatlichen Schulzentrum waren Frauen. ­Der katholische Frauenbund­ Kreis Scheinfeld war Initiator der Aktion, an der sich Schülerinnen der Altenpflegeschule und des bsz be­teiligten. Die Ungleichheit der Bezah­lung im heutigen Zeitalter bezeichnete Moderatorin Ute Kemp als„ total un­gerecht". Frauen würden bereits mit geringerem Anfangsgehalt eingestellt, ­obwohl sie meist bessere Noten und qualifiziertere Ausbildung hätten. Darüber hin­aus würden sie nach der Rückkehr aus Erziehungsurlaub auf der Karriere­leiter übergangen. Frauen, die mutig seien, überhaupt noch Kinder zu bekommen, würden benachteiligt und müssten deutlich länger als Männer­ arbeiten, um das gleiche Einkom­men zu beziehen, sagte sie. Sie appellierte an alle Frauen nachdrücklich gleiche Bezahlung einzufordern. Notfalls müssten gesetzliche Regelungen getroffen werden. Dass das bsz-[scheinfeld] eine Schulleiterin habe, ist leider immer noch eher die Ausnahme. Allerding dürfen sich die Frauen berechtigte Hoffnung auf Änderung machen. Durch den Fachkräftemangel und den demografischen Wandel werden sich Arbeitgeber hier bewegen müssen. Voraussetzung ist allerdings die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das bsz-[scheinfeld] vertieft dieses wichtige Anliegen und bietet auch in diesem Jahr wieder den Mittelschulen Aktionen zum boy´s day an, um auch Jungs verstärkt für Dienstleistungs –, Pflege- und Erziehungsberufe zu werben.

Quelle:FLZ 24/25.03. 2012