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Schildübergabe "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" am bsz-[scheinfeld]

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"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" bezeichnet sich mit mehr als 750.000 Schülerinnen und Schülern an über 1.000 Schulen als das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Es ist ein Projekt von und für Schülerinnen und Schüler, welches Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bietet, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden.

121119-135948-NIKON_D90-Scheinfeld-020_DxO8In einer Feierstunde wurde nun am Montag, 19. November als erste Schule des Landkreises Neustadt an der Aisch das Staatliche Berufliche Schulzentrum Scheinfeld in dieses Netzwerk aufgenommen. Dazu haben die Schülerinnen und Schüler der Schule durch ihr gezieltes Engagement und eine fast einjährige Vorbereitungsphase beigetragen. Und so sah auch die Schulleiterin Frau Irmgard Kornprobst in ihrer Begrüßung der über einhundert Gäste die Leistung und den Zusammenhalt der Schülerschaft als wichtigste Voraussetzung für eine Schule ohne Rassismus und Gewalt.

Der Scheinfelder Bürgermeister Carl Seifert zeigte klar, dass er stolz ist, eine solche Schule in seiner Stadt zu haben und verwies auf die vielen Aktionen in der Vergangenheit. So sei insbesondere auch der erste Stolperstein in Scheinfeld auf das Engagement der Schule zurückzuführen. Pater Christian vom Kloster Maria Eck, der im bsz-[scheinfeld] einmal als Religionslehrer wirkte, spannte den Bogen zum Alten und Neuen Testament, als er die Frage nach der Courage und dem Helfen des Nächsten eindrucksvoll mit dem Gleichnis vom helfenden Samariter erklärte. Dabei zeigte er auf, dass wir die Möglichkeit haben, uns selbst durch das Helfen und "Zur Seite stehen" zum "Nächsten" zu machen.

121119-140028-NIKON_D90-Scheinfeld-022_DxO8Anschließend wurde die Titelverleihung vom Regionalkoordinator des Netzwerkes, Christian Löbel, vorgenommen. Dazu stellten Schülerinnen und Schüler der SMV die beeindruckenden Schul-Aktivitäten der letzten Jahre vor, neben den "Stolpersteinen" den "virtuellen Weg gegen das Vergessen - Judenhäuser in Scheinfeld", den ergreifenden Zeitzeugenbericht des KZ-Überlebenden Franz Rosenbach, den darauf folgenden Workshop über Neonazi-Musik "versteckte Botschaften" sowie die Ausstellung "Rechtsextremismus in Mittelfranken" in der Schulaula, aber auch die Teilnahme an der Aktion "Gleicher Lohn für alle". Stellvertretend für alle Schüler und Lehrer gaben Schülerinnen in Form von drei Versprechen die Versicherung ab, jetzt und in Zukunft sich dafür einzusetzen , einander mit Respekt zu begegnen und gegen jedwede Form von Diskriminierung couragiert vorzugehen. Dass das Projekt mit der Titelverleihung nicht erledigt ist, präsentierten Schülervertreter der einzelnen Fachbereiche mit konkreten Ideen und Planungen für die Zukunft unter dem Motto "So machen wir weiter..." .

121119-143510-NIKON_D300-Scheinfeld-088_DxO8MdL Hans Herold, neben der über Video-Botschaft präsenten Berliner Reggae-Band "Mono und Nikitaman" der Pate der Aktion, griff zum Schraubenzieher und montierte vor den Augen aller Anwesenden gemeinsam mit Schülervertreter Oliver Böhm das Schild "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" an die Außenfassade der Schule. Dort ist der markante Schriftzug jeden Morgen für die am Busparkplatz eintreffenden Schüler aber auch für Passanten gut sichtbar und soll jeden dazu aufrufen, in brenzligen Situationen auch einmal Courage zu zeigen und "der Nächste" zu sein!.

Stimmungsvoll umrahmt wurde die Feier von der Kinderpflegeschülerin Katja Mahr am Klavier, die angehenden Assistentinnen für Ernährung und Versorgung baten im Anschluss zu einem Imbiss, bei dem sich für Gäste, Schüler und Lehrer noch Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch im Gespräch gab.