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Macht was aus Euch!

Janette Geier DSC 3015Janette Geier (19 Jahre) erreichte bereits letzten Sommer am bsz-scheinfeld den beruflichen Abschluss "Staatlich geprüfte Sozialpflegerin / Pflegefachhelferin".
Jetzt bildet sie sich derzeit als Azubi zur Fachkraft der Altenpflege weiter.
Im Interview erzählt sie vom Lernen und Arbeiten im pflegerisch / betreuerischen Bereich.

Warum haben Sie sich für eine Ausbildung am bsz-scheinfeld zur "Staatl. geprüften Sozialpflegerin / Pflegefachhelferin" entschieden?

In der Mittelschule hat mich das Berufsorientierungspraktikum in einem Altenheim begeistert. Ich fand es gar nicht anstrengend, weil ich gerne arbeite und lerne.
In dieser Praxiswoche war immer was los, ich hatte viele Aufgaben und gar keine Langeweile. Mein Vater hat auch gesagt, da merkt man, dass ich eine "soziale Ader" habe.

Wie haben Sie von der Ausbildung in der Sozialpflege am bsz-[scheinfeld] erfahren?

Von meiner besten Schulfreundin! Deren Schwester hat aus ihrer "sozialen Ader" nach dem Mittelschulabschluss etwas gemacht, nämlich die Ausbildung zur Sozialpflegerin am bsz-scheinfeld.
Sofort habe ich mich informiert über die Berufsfachschule in Scheinfeld. Dann ging alles sehr schnell. Die Anmeldung wurde rasch bearbeitet, die Busanbindung, um die Schule zu erreichen, war ideal, das Bafög bewilligt - läuft!

Erzählen Sie doch von dieser Ausbildung. Wurden dort Ihre Erwartungen erfüllt?

Bereits der erste Schultag in der Sozialpflegeklasse war cool! Ich hatte gleich neue Freundinnen kennengelernt und mich mit ihnen bestens verstanden.

Der Unterricht ist sehr praxis- und berufsbezogen. Im Mittelpunkt der Ausbildung steht der hilfsbedürftige oder behinderte Mensch.
Das ist mehr als nur ein Job, denn Heilerziehungs-, Alten- und Familienpflege sowie sozialpädagogische Berufe brauchen Mitarbeiter mit guter Vorbildung und Verantwortungsbereitschaft.
Durch regelmäßige Praktika sammelte ich Erfahrungen in den späteren Berufsfeldern. Ich konnte die durch die Schule erworbenen Kenntnisse praktisch anwenden.
Meine Praxisanleiter übten mit mir, grundpflegerische Tätigkeiten fachgerecht durchzuführen, um damit Menschen ganzheitlich zu aktivieren, zu pflegen und zu unterstützen.

Im ersten Ausbildungsjahr war ich praktisch tätig im Johann Gramann Haus in Neustadt/Aisch. Mit dem Pflegeteam habe ich mich verstanden. Die Zeit verging so schnell, es gab nie Langeweile. Mir war jetzt wirklich klar, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte.
Im zweiten Ausbildungsjahr fand mein Praxiseinsatz in der Franziskusschule in Bad Windsheim statt. Nun arbeitete ich mit bei der Betreuung und Förderung von Kindern im Vorschulalter. Das war eine tolle Zeit!

Gab es Schwierigkeiten?

Nein! Obwohl die Klasse sehr altersgemischt war, kamen wir in beiden Schuljahren bestens miteinander aus. Es gibt nämlich keine Altersbegrenzung für die Ausbildung Sozialpflege. Interessante Kennenlerntage gleich zu Anfang und deutliche Regeln halfen uns, eine gute Klassengemeinschaft zu bilden.

Auf die Abschlussprüfung war ich gut vorbereitet. Die Lehrer wiederholten in der letzten Lernphase intensiv die Inhalte der beiden Ausbildungsjahre. Wir bekamen Fragen erklärt, konnten in Gruppen arbeiten, uns gegenseitig unterstützen und austauschen - das fand ich richtig schön!
Der gesamte Unterricht ist ja berufsbezogen und bereitet auf die Kranken-, Alten- und Heilerziehungspflege vor. Man hat einen Beruf und den Mittleren Bildungsabschluss. Bei mir hat es super geklappt mit dem entsprechenden Notendurchschnitt.

Wie ging es nach der Ausbildung für Sie weiter?

Wie gesagt, ich arbeite gerne und so ging es gleich weiter mit einen Ausbildungsvertrag zur Fachkraft der Altenpflege im Johann Gramann Haus in Neustadt/Aisch. Dazu besuche ich blockweise die Fachschule der Altenpflege in Scheinfeld. Jetzt bin ich im ersten Ausbildungsjahr, mein Gehalt als Azubine ist voll okay. Ich hätte sogar die Lehrzeit aufgrund meiner Sozialpflegeausbildung um ein Jahr verkürzen können. Doch ich will mir Zeit lassen und in den drei Jahren alles Wichtige lernen für die Pflege und Betreuung alter Menschen.

Haben Sie schon Pläne für die weitere Zukunft?

Mir ist jetzt schon klar, dass ich mich nach diesem Abschluss weiterbilden will! Gerontopädagogin könnte ein weiteres Ziel sein.

Zum Schluss noch eine Frage: Was raten Sie anderen, die sich für einen sozialen Beruf interessieren nach der Mittelschule?

Ich bin so froh, dass ich über die Sozialpflege den richtigen Weg für mich gefunden habe. Ich kann allen Interessierten oder auch Unentschlossenen nur raten, es zu probieren.
Da hat man beste Chancen. Mit dem Abschluss "Staatl. Geprüfte/r Sozialpfleger/in, Pflegefachhelfer/in" kann man bereits richtig arbeiten in sozialen Einrichtungen für junge und alte Menschen. Oder man kann weitermachen, so wie ich, in vielen interessanten sozialen Berufsbildern.
Also, sag ich: " Macht was aus Euch!“

Danke für das Gespräch! Alles Gute für Ihre weitere berufliche Fortentwicklung!