Berufsausbildung in der...

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Lernsituation Baustelle am bsz-[scheinfeld]

Angehende Hauswirtschafterinnen verschaffen sich Einblick in Umbaumaßnahme

Unter der sachkundigen Führung von Hausmeister Martin Reuß und Schulleiterin Irmgard Kornprobst besichtigten die SchülerInnen der 12. Klasse Hauswirtschaft ihre Baustelle. In wenigen Wochen schon wollen sie die integrierten Fachräume beziehen. Rechtzeitig vor der Gehilfenprüfung werden sie sich in den nach den neuen Lernfeldlehrplänen modern eingerichteten Küchen den letzten Schliff für einen erfolgreichen Berufsabschluss holen. Derzeit sind sie in Fachräumen im Landwirtschaftsamt Uffenheim, der Realschule Neustadt/Aisch bzw. der Mittelschule Scheinfeld untergebracht. Unter diesen erschwerten Bedingungen leiden natürlich Schüler, wie Lehrer, doch man stellt sich den Problemen gerne für die Aussicht auf optimale Ausbildungsplätze.

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Die offenen Lernkonzepte des bsz-[scheinfeld] finden nun die passende Raumstruktur. Zwischen flexiblen Klassenräumen liegt die Lernwerkstatt für eigenverantwortliches Arbeiten. Hier verschaffen sich die angehenden HauswirtschafterInnen den nötigen Durchblick. Nicht unwesentlich sind die Energiesparmaßnahmen. Durch modernste Technik bei Lüftung, Heizung und Beleuchtung wird viel für die Umwelt und den Sparhaushalt des Landkreises investiert.

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Die räumliche Situation lässt endlich auch in der praktischen Ausbildung in Speisenzubereitung mit Service neue pädagogische Konzepte zu. Lehrertandems werden zwei Gruppen gleichzeitig in der Lehr- und Großküche zusammen unterrichten. Die Ausbildung soll der beruflichen Realität in Kantinen, Großküchen oder der Gastronomie möglichst nahe kommen. Während eine Stammgruppe in der Lehrküche die Pausenverpflegung mit herzhaften Snacks für die gesamte Schülerschaft vorbereitet, werden von einer weiteren Gruppe bereits die Speisen für ein komplettes Mittagsmenü zubereitet. In der Mittagspause werden die Schüler mit Nachmittagsunterricht verpflegt. Neu werden auch die Großgeräte in der Wäschereitechnik für die Schülerinnen sein, die sie bislang nur am Praxistag in den Betrieben bedienen lernten. Um sich dies beim Rundgang vorzustellenm, benötigten die Schülerinnen allerdings noch etwas Phantasie. Im Fachunterricht beschäftigen sich die Schüler derzeit auch mit den konkreten Plänen und der bereits bestellten Austattung. Schließlich waren die Fachlehrer ständig in die Umbaupläne eingebunden und konnten ihre pädagogischen Raumkonzepte weitgehend in Kooperation mit dem Landratsamt und dem Architekten verwirklichen.

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Leider sind die Außenanlagen durch den frühen Wintereinbruch in Terminverzug, sodass sich die Schülerinnen sorgen, ob sie schon im Februar optimale Ausbildungsbedingungen bekommen werden oder nicht doch länger mit "Fahrschüler bleiben".

Die Investition in die Energiesanierungsmassnahme rechnet sich finanziell langfristig. Mindestens ebenso lohnend ist jedoch die Investition in die Modernisierung der Austattung der Ausbildungplätze. Dadurch schafft man für die Jugendlichen aus dem Landkreis und angrenzenden Gemeinden eine gute berufliche Zukunft. Die so qualifizierten Fachkräfte werden gebraucht.