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Fortbildung mit Herz

herz-bsz-[scheinfeld] auf dem Weg zur Lernlandschaft der Zukunft

 

„Die Bedürfnisse aller Beteiligten in all ihrer Besonderheit beachten".
„Nach Sinn und auch nach Sinnes-Lust immer wieder suchen“
„Zufriedenheit zeigen und Zuversicht immer wieder zutrauen und zumuten“

Die Botschaft dieser drei „Herzkarten“ ist am bsz-[scheinfeld] Schul-Programm.

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Fortbildung mit Herz am bsz-[scheinfeld]

Das generalsanierte Gebäude des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Scheinfeld „ist die Hülle für einen neuen Geist, der nun einströmen kann", unterstrich der Pionier der deutschen Bildungsreform, Dr. Otto Herz nach einem Rundgang mit Schuleiterin Irmgard Kornprobst durch das Schulhaus. Er war der Einladung des bsz-[scheinfeld] in die Wolfgang-Graf-Halle gefolgt. Genau dieses Anliegen, die Hülle mit Inhalten zu füllen, hat das Lehrerteam im Sinn. Man will nicht nur mit modernen und top ausgestatteten Fachräume punkten, sondern auch weiterhin mit verbesserten Lernkonzepten und neuen Ausbildungsstandards pädagogisch Schritt halten.

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„Es ist die Aufgabe des 21, Jahrhunderts, eine Welt zu schaffen, in der Vielfalt gestaltet werden kann", formulierte Herz seine Forderungen. Die Grundlage dafür sei ein Geist. des Vertrauens. Dies sei der „Humus, auf dem Lernen gedeihen" könne; erläuterte Herz den zahlreich anwesenden Lehrkräften und Pädagogen und zeigte auf, wie lebenslange Lust am Lernen erhalten werde könne.

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Zwei Menschentypen könne man grob charakterisieren: Der eine zeige „Furcht vor Misserfolg" (FM-Typ), der andere trage die „Hoffnung auf Erfolg" (HE-Typ) stets in sich und. sei Herausforderungen gegenüber positiv eingestellt. Die Grundlagen für Erfolg oder Misserfolg werden schon in der frühesten Kindheit gelegt, wie Herz anschaulich und lebhaft darstellte. Der Mensch als „instinktärmstes Tier" sei, wie kein zweites Wesen, fähig zu lernen, doch der natürliche Entdeckungsdrang des Kindes werde in manchen Familien unterbunden. Die Lernlandschaft müsste nach den Prinzipien : geschaffen werden, dass jede Person ihre Potenziale optimal entfalten könne. Doch leider würden in den Schulen Ängste geschürt, die zu Lernblockaden führten.

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„Arbeiten mit der Angst ist im professionellen Bereich verboten!", formulierte Herz seine radikale Botschaft, die eine Kulturrevolution auslösen und das deutsche Bildungssystem in Frage stellen will. Dem stellt er als positives Programm sein „Abc der guten Schule" entgegen. Entsprechend der Buchstabenfolge im Alphabet formuliert er Forderungen wie „Eine Atmosphäre der Achtung, Anerkennung und der Akzeptanz aufbauen" bis "Zufriedenheit zeigen und Zuversicht immer wieder zutrauen und zumuten."

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Schule in der Konzeption eines Raumes, in dem allen das Gleiche vorgesetzt werde, müsse durch ein Selbstlernzentrum ersetzt werden, in dem jeder den Fragen nachgehen könne, die ihn bewegten.Gegen den Willen könne man nicht lernen, Klassenarbeiten als „Form ör­ganisierter Fragerei" seien aus seiner Sicht „Mechanismen zur Verhinderung von Erfolgserlebnissen". Lernerfolg hänge davon ab, ob der Einzelne sich aus der Fülle etwas auswählen dürfe, mit dem er sich positiv identifizieren könne, fasste der Reformpädagoge sein Rezept für gelingendes Lernen zusammen.

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Foto: Schulleiterin Irmgard Kornprobst überreichte dem Psychologen und Pädagogen Dr. Otto Herz den ersten bsz-[silvaner] auf der Bühne der Wolfgang-Graf-Halle als Dankeschön für seinen erfrischenden und motivierenden Vortrag. Schulrätin Brigitte Limbacher gab dem Referenten ein Herzbrot mit auf den Heimweg nach Bielefeld, der Wiege der Reformspädagogik. Beim täglichen Brot, dem Unterricht der Lehrer